Teil eines Werkes 
3. und 4. Bd. (1849)
Entstehung
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von jungen Linden beſchattet war, bemerkte er in ge⸗ ringer Entfernung vor ſich, in der Naͤhe des vom Abt Cliderhow errichteten Kreuzes, zwei Perſonen, die ſeine Aufmerkſamkeit auf ſich zogen. Die eine war der Todten⸗ graͤber, der jetzt tief im Grabe ſtand, und die andere eine alte Frau, die ihm den Ruͤcken wendete. Sie be⸗ merkten ſeine Ankunft nicht, und von einem unerklaͤr⸗ lichen Gefuͤhl der Neugierde getrieben, ſtand er ſtill, um zu beobachten, was ſie vor hatten. Der Todtengraͤber, der die lockere Erde herausſchaufelte, hielt inne, und die alte Frau ſagte mit heiſerer Stimme, die dem Horcher bekannt ſchien:

„Was haſt Du gefunden, Zacharias?“

„Gerade was Ihr beduͤrft, Mutter,“ verſetzte der Todtengraber,„einen Todtenkopf mit allen Zaͤhnen darin.“

„Brich acht davon heraus und gieb ſie mir,“ ver⸗ ſetzte die Alte.

Und als der Todtengraͤber dieſen Auftrag befolgte, fuͤgte ſie hinzu:

„Nun muß ich drei Schaͤdel haben.“

„Hier ſind ſie, Mutter,“ verſetzte Zacharias, einen Haufen Moder mit ſeinem Spaten umruͤhrend.„Zwei Schaͤdel, ſo weiß wie Schnee, und ein dritter, der noch mehr Haar hat, als ich auf meinem Kopfe. Nach ſeiner Groͤße moͤchte ich ihn fuͤr den eines Frauenzimmers hal⸗ ten. Ich habe dieſe drei Schaͤdel fuͤr Euch auf die Seite gelegt. Was wollt Ihr damit thun.“

„Befrage mich nicht, Zacharias,“ ſagte die Alte⸗ „Nun gieb mir einige Stuͤcke von dem modernden Sarge,