Claſſen in die Bierhaͤuſer gingen, um zu trinken, und das Gaſthaus zu Goldſhaw war der allgemeine Ver⸗ ſammlungsort der Nachbarſchaft. Fuͤr Die, welche es be⸗ zahlen konnten, braute Beß einen unvergleichlichen Sect; wenn aber ein Gaſt Wein verlangte, und ſein Ausſehen gefiel ihr nicht, ſo pflegte ſie ihm gerade heraus zu ſagen, ihr Ale ſei gut genug fuͤr ihn, und wenn es ihm nicht gefalle, ſo ſolle er gar keins haben. In ſolchen Faͤllen folgte faſt immer Unterwerfung, denn mit Beß war nicht* gut zu ſtreiten. Auch geſtattete ſie den Gaͤſten nicht laͤnger da zu bleiben, als ſie es wuͤnſchte, und raͤumte das Haus auf ebenfalls ſehr charakteriſtiſche und wirkſame Weiſe. Zu einer beſtimmten Stunde, und zwar durch⸗ aus nicht ſehr ſpat, pflegte ſie eine große Hetzpeitſche von einem beſtimmten Nagel im Gaſtzimmer herunter zu langen, und nachdem ſie ihren Gaͤſten unumwunden be⸗ fohlen, nach Hauſe zu gehen, wendete ſie, wenn ſie irgend einen Widerſtand zeigten, die Peitſche auf ihre Schultern an und trieb ſie mit Gewalt hinaus. Da aber ihr ent⸗ ſchloſſener Charakter wohl bekannt war, ſo war dieſe gewaltſame Maßregel ſelten noͤthig. An Staͤrke war Beß jedem Manne gewachſen, und im Nothfalle konnte ſie ſogleich Beiſtand von dem Kuhhirten ethalten, denn Beß war nicht nur Wirthin, ſondern ſie trieb auch Land⸗ wirthſchaft. Wie ſich aus dem Obigen ſchließen laͤßt, war Beß breit und von maͤnnlichem Ausſehen, aber den⸗ noch wohlproportionirt und von einer gewiſſen groben Art von Schoͤnheit, die in fruͤheren Jahren Richard Baldwyn, den Muͤller von Rough Lee, entflammt hatte, ihr einen Heirathsantrag zu machen. Dieſer wurde guͤnſtig
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