die anderen Straßenräuber zu Hülfe und ſchoben mich vor. Ich ſtand dem Marcheſe gegenüber.
Die Erſcheinung des Gemordeten hätte ihn nicht mehr erſchüttern können. Seine Glieder erſtarrten vor Schreck und er blieb zitternd ſtehen.
„Kommt er der Rache wegen?“ rief er.
„Ja!“ rief Criſtofano.„Gebt ihm die Waffe!“
Und das Stilett wurde mir in die Hand geſcho⸗ ben. Aber ich achtete nicht auf die Waffe, ſondern riß meinen Buſen auf— ein kleines Diamantenkreuz zeigte ſich in den Falten meines Hemdes.
„Erinnern Sie ſich dieſes Kreuzes?“ ftagte ich den Marcheſe.
„Es gehörte meiner Gattin!“ rief er mit Erſtau⸗ nen.
„Das Kind hatte es auf der Bruſt, als es in jener unheilvollen Nacht an ihrer Seite ſchlummerte,“ ſagte Criſtofandv.„Ich ſah es dort funkeln.“
„Das Kind war ich— jenes Weib meine Mutter!“ rief ich.
„Der Mörder ſteht vor Ihnen— ſtoßen Sie ihn nieder!“ rief Criſtofano.
Ich erhob das Stilett. Der Marcheſe regte ſich nicht. Ich konnte nicht zuſtoßen.
„Zaudern Sie?“ rief Criſtofano zornig.
„Er hat nicht den Muth,“ rief der jüngere Ca⸗ labreſe.„Ihr tadeltet mich dieſen Morgen wegen Man⸗ gels an kindlichem Pflichtgefühl. Seht, wie ein Sohn ſeinen Vater rächen kann!“


