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Auriol oder: Das Lebenselixier : ein Roman : Bd. 1 und 2 / von W. Harrison Ainsworth. Aus dem Engl. übers. von Ernst Susemihl
Entstehung
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Während ich mich tauſend Betrachtungen hingab, die von der Stunde und dem Orte veranlaßt wurden, bemerkte ich plötzlich eine Geſtalt an einem Punkte der Ruine gerade über mir. Nur der Kopf war ſichtbar, aber dieſer ſtach dentlich gegen den hellen Nachthimmel ab, und ich erkannte ihn ſogleich. Kein edlerer Römer⸗ kopf hatte je den Cireus geziert, als Rom noch in ſei⸗ ner Glanzperiode war. Ich rief dem alten Calabreſen zu, denn er war es, den ich ſah. Faſt ehe noch der Laut meine Lippen verlaſſen hatte, war er verſchwun⸗ den. Ich ſetzte den Mönch von dem, was ich geſehen, in Kenntniß. Er wurde unruhig drang auf unſere unmittelbare Rückkehr und rieth mir, den Beiſtand der am Eingange des Gebäudes aufgeſtellten Schildwache zu ſuchen. Auf dieſen Vorſchlag ging ich ein, und nachdem wir die breiten Stufen hinuntergeſtiegen und über den freien Raum gegangen waren, erreichten wir ohne Beläſtigung den Eingang.

An der Schildwache war Niemand vorübergekom⸗ men. Der Soldat kehrte mit mir in den Cirens zu⸗ rück, und nachdem wir vergebens unter den Ruinen ge⸗ ſucht hatten, erbot er ſich, mich durch das Forum heim⸗ wärts zu begleiten. Ich lehnte ſein Anerbieten ab und richtete meinen Weg zu dem einſamen Vicolo zur Rech⸗ ten. Dies hieß der Gefahr entgegengehen; aber ich kümmerte mich nicht darum und ging langſam durch den verlaſſenen Ort.

Kaum war ich einige Schritte gegangen, als ich raſche Fußtritte herankommen hörte, und ehe ich mich

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