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Auriol oder: Das Lebenselixier : ein Roman : Bd. 1 und 2 / von W. Harrison Ainsworth. Aus dem Engl. übers. von Ernst Susemihl
Entstehung
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des Ange war demüthig niedergeſchlagen; jedes Knie gebogen, jede Hand entweder mit dem Roſenkranze be⸗ ſchäftigt oder inbrünſtig über die bloße braune Bruſt gekreuzt.

Während ich dieſe Gruppe betrachtete, bemerkte ich einen Mann, den ich vorher noch nicht beachtet hatte, und der jetzt unwiderſtehlich meine Aufmerkſamkeit feſ ſelte. Obgleich ein wenig entfernt von den calabreſiſchen Bergbewohnern, und an die marmorne Kirchenwand ge⸗ lehnt, gehörte er doch offenbar derſelben Geſellſchaft an; wenigſtens ſchien ſein Anzug dies anzudeuten, obgleich ſein Geſicht einen viel edleren Schnitt hatte, als das ſeiner Kameraden. Er war ein Greis mit einem ſchö⸗ nen antik römiſchen Geſichte einem kühnen Umriſſe der vorragenden Naſe, mit gefurchter und gebieteriſcher Stirn und ſtolz geformtem Kinn. Sein Kopf und Kinn, ſo wie ſeine bloße Bruſt, waren mit dem Schnee manches Winters bedeckt, und das Silbergraue derſelben bildete einen ſeltſamen Kontraſt zu der braunen Farbe der Haut, die faſt ſo dunkel und glänzend war, wie polirtes Eichenholz. Obgleich Landmann, lag etwas Großartiges und Majeſtätiſches in dem Weſen und der Phyſiognomie des Greiſes. Sein Kopf neigte ſich rück⸗ wärts, ſo daß ſein langer und kräſtiger Hals völlig ſichtbar war. Seine Arme hingen nachläſſig an ſeiner Seite nieder; die eine Hand berührte das ſteinerne Pfla⸗ ſter, die andere hatte er in den Buſen geſteckt; ſeine Augen waren geſchloſſen. Die Kleidung des Greiſes war vom gröbſten Stoffe; er trug wenig mehr, als ein