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Auriol oder: Das Lebenselixier : ein Roman : Bd. 1 und 2 / von W. Harrison Ainsworth. Aus dem Engl. übers. von Ernst Susemihl
Entstehung
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ben demſelben hing ein großer Sternfiſch. Auf dem Feuerherde ſtand ein Deſtillirkolben, der vermöge einer langen, ſchlangenförmigen Röhre mit einer Vorlage in Verbindung ſtand. In dem Zimmer befanden ſich zwei Skelette, wovon das eine hinter dem Fenſtervorhange ſtand, wo die polirten Knochen in dem weißen Mond⸗ lichte ſchimmerten und einen gräßlichen Anblick ge⸗ währten.

Inzwiſchen ſetzte Doktor Lamb nnunterbrochen ſeine Arbeit fort und hielt nur inne, um einige Wurzeln und Spezereien auf die Kohlen zu werfen. Als er dies that, brachen verſchiedenfarbige Flammen hervor bald blau, bald grün, bald blutroth.

Vermöge dieſer Flammen ſchienen die verſchiedenen Gegenſtände in dem Gemache andere Formen anzuneh⸗ men und lebendig zu werden. Die gurkenförmig geſtal⸗ teten Deſtillirkolben verwandelten ſich in große garſtig aus⸗ ſehende giftige Kröten; die langhalſigen Vremnkolben wur⸗ den zu ungeheuren Schlangen; die wurmartigen Röhren zu Ottern; die Retorten ſahen aus wie befiederte Helme; die Schriftzüge auf der kupfernen Tafel und auf den Pergamentblättern ſchienen mit Feuer gezeichnet zu ſein und ſich ſtets zu verändern. Das Seeungeheuer heulte und brüllte und ſchlug mit ſeinen Floſſen, als wollte es ſich von ſeinem Platze löſen; die Skelette bewegten ihre Kinnbacken und erhoben wie zum Hohn ihre fleiſch⸗ loſen Finger, während blaue Lichter in ihren Augenhöh⸗ len brannten; der Blaſebalg verwandelte ſich in eine un⸗ geheure Fledermaus, die das Feuer mit ihren Flügeln