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Auriol oder: Das Lebenselixier : ein Roman : Bd. 1 und 2 / von W. Harrison Ainsworth. Aus dem Engl. übers. von Ernst Susemihl
Entstehung
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jenem Tiegel. Ich werde ſogleich für ihn ſorgen. Kommt morgen zu mir, Baldred, da will ich Euch für Eure Mühe belohnen. Ich bin jetzt beſchäftigt.

Dieſe Köpfe ſollte ich wohl mitnehmen, Dokior, ſagte der Thorwächter, den Sack anblickend, der an dem Boden lag, und aus welchem ein kahler Schädel her⸗ vorragte.

Laßt ſie nur hier ſie ſind ſicher genug in mei⸗ ner Bewahrung, rief Doktor Lamb ungeduldig morgen!

Sich verſtohlen in dem Laboratorium umſehend und die Achſeln zuckend, entfernte ſich Baldred, und nach⸗ dem Flapdragon die Stirne und Schläfe des Leidenden

mit der Flüſſigkeit benetzt hatte, wie es ihm ſein Herr 3 befohlen, wendete er ſich zu ihm und fragte, was er zu⸗ ſ nächſt thun ſolle. 3 Geh! rief der Doktor ſo heftig, daß der Zwerg aus dem Zimmer ſtürzte und die Thür hinter ſich zu⸗ ſchlug. SDarauf ſetzte Doktor Lamb ſeine Beſchäftigung mit erneuertem Eifer fort und war ſich in wenigen Sekunden der Gegenwart eines Fremden völlig unbewußt. Von dem Heilmittel öffnete Auriol gleich darauf ſeine Augen, ſah ſich im Zimmer um und glaubte

zu träumen, ſo ſeltſam und phantaſtiſch erſchien ihm Al⸗ les. Der Boden war mit den Geräthen des Adepten bedeckt. Brennkolben, Schmelztiegel, Deſtillirkolben und lagen und ſtanden ungeordnet durch einander. In einem Winkel befand ſich ein großer Erdglobus, in

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