hielt er die Hellebarde, womit Auriol verwundet wor⸗ den war.
„So haſt Du alſo den Wundarzt geſpielt, Flap⸗ dragon, he?“ rief Baldred.
„Ei freilich habe ich das,“ verſetzte der Zwerg mit wildem Grinſen, indem er ſeine Wolfszähne zeigte. „Mein Herr befahl mir, die Hellebarde mit ſympatheti⸗ ſcher Salbe zu beſtreichen. Ich gehorchte ihm, rieb die ſtählerne Spitze zuerſt auf der einen, dann auf der an⸗ dern Seite, wiſchte ſie ab und beſtrich ſie darauf wieder.“
„Wodurch Du dem Patienten großen Schmerz ver⸗ urſachteſt,“ verſetzte Baldred;„aber hilf mir, ihn in das Laboratorium zu tragen.“
„Ich weiß nicht, ob der Doktor ſich wird ſtören laſſen wollen,“ ſagte Flapdragon.„Er iſt gerade mit einer großen Operation beſchäftigt.“
„Ich will es auf mich nehmen,“ ſagte Baldred. „Der Jüngling wird ſterben, wenn er hier bleibt. Sieh, er iſt ſchon ohnmächtig geworden.“
So angetrieben, legte der Zwerg die Hellebarde nieder, und darauf trugen Beide Auriol raſch eine breite eichene Treppe hinauf zu dem Laboratorium. Doktor Lamb ſetzte den Blaſebalg vor der Eſſe in Bewegung, worauf ein großer Deſtillirkolben ſtand, und er hatte ſich ſo in ſein Geſchäft vertieft, daß er den Eintritt der
Andern kaum bemerkte.
„Lege den Jüngling auf den Boden nieder, ſo daß ſein Kopf auf dem Stuhle ruht,“ rief er haſtig dem Zwerge zu.„Benetze ſeine Stirne mit der Flüſſigkeit in


