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Schluß.
ſagt:„Wenn du zu bald nachgibſt, ſo haſt du in einem halben Jahre wieder dieſelbe Geſchichte.“
Herr Beil hatte von ſeinem Freunde Arthur den herzlichſten Abſchied genommen, bevor er die Reſidenz verließ, um dem Auf⸗ trag des Herrn von Brand gemäß nach dem Gute der Baronin von W. zu fahren, deren Vermögen er in Zukunft zu verwalten
hatte. Vorher überbrachte er aber noch das bewußte Paketchen
der Tochter des Präſidenten, die daſſelbe im Beiſein ihrer Mutter erwartungsvoll öffnete. Es enthielt ein reiches Armband in Bril⸗ lanten mit der Bitte des Barons, dieſes Andenken von einem Freunde zu nehmen, dem leider traurige Verhältniſſe nicht er⸗ laubt, der ſchönen Auguſte mehr als dieß ſein zu können. Fräu⸗ lein Auguſte hatte ſich übrigens von dem harten Schlage, der ſte betroffen, noch nicht gänzlich wieder erholt. Bei dem gewiſſen Hofball war die Mutter leider zu beſorgt geweſen, die Brautſchaft ihrer Tochter allzuvielen Menſchen zu verkündigen, und da nun der Präſtdent, dem Rathe ſeiner Gemahlin folgend, des Baron Brand nur als ſolchen gedachte, ſo ſah ſich Auguſte genöthigt, Condolationen entgegen zu nehmen, die ſich übrigens nicht lange nachher in Gratulationen verwandelten, als ſie eine neue Braut⸗ ſchaft antrat, die dießmal ein glücklicheres Ende nahm. Unmöglich können wir dem geneigten Leſer verſchweigen, daß es ferner den Bemühungen des Herrn Beil in ſeinen jetzigen beſſeren Verhältniſſen gelungen war, ſeinem Freunde, dem ehe⸗ maligen Lehrling Auguſt, eine erträgliche Stelle zu verſchaffen. Obgleich Auguſt ein gutes Gemüth hatte und nicht rachgierig war, ſo gehörte es doch zu ſeinen beſonderen Vergnügungen und er rechnete es faſt zu ſeinen Feiertagen, wenn er einen Beſtellzettel oder dergleichen der Firma Johann Chriſtian Blaffer und Com⸗
pagnie zu überbringen hatte. Dieß Geſchäft war von zwei jungen
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