Teil eines Werkes 
4. Bd. (1854)
Entstehung
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356 Vierundachtzigſtes Kapitel.

So las der Präſident, und Alle ſchauten ſich verwundert an; der Commiſſär ſchüttelte den Kopf und Seine Excellenz mein⸗ ten:Glaub' das der Henker.

Der Herzog allein nahm die Partei des Verſchwundenen, indem er bemerkte:Das iſt jedenfalls ein Auswegz; ich bitte, ich beſchwöre Sie, Herr Präſident, warten Sie bis morgen Abend. Wie ich den Baron kenne, bin ich überzeugt, er ſtellt ſich. Deß⸗ halb machen Sie um Gotteswillen heute Abend und morgen kei⸗ nen Lärmen; laſſen Sie Ihren Leuten drunten ſagen, Sie hätten dem Baron wegen eines Duells einen Hausarreſt ankündigen wollen, er ſei aber verſchwunden. Kehrt er morgen Abend zu⸗ rück, ſo machen Sie was Sie wollen, kehrt er nicht zurück, ſo haben Sie immer noch Zeit, die Sache bekannt werden zu laſſen.

Was meinen Sie, Braun? fragte der Präſident, nach⸗ dem er einen Augenblick überlegt hatte.Der Karren iſt ſo wie ſo verfahren, und wenn er wirklich wieder käme, ſo hätten wir in der That die ganze blamable Geſchichte nicht zu erzählen.

Der Polizeicommiſſär zuckte die Achſeln und pflichtete eben⸗ falls nach einiger Ueberlegung Seiner Durchlaucht Meinung bei.

So ſei es denn alſo, ſprach beſtimmt der Präſident, in⸗ dem er das Billet wieder zuſammen faltete.Aber wir, die wir hier beiſammen ſind, geloben uns bis morgen Abend ein feier⸗ liches Stillſchweigen. Was dieſen alten Herrn da anbelangt, fuhr er mit einem Wink auf den Kammerdiener fort,ſo iſt es meine Anſicht, denſelben ſcharf unter Aufſicht zu halten. Braun, laſſen Sie deßhalb ein paar vertraute Leute im Hauſe. Und nun, ſprach er achſelzuckend und mit einem tiefen Seufzer,ſind wir fertig, und wenn Euer Durchlaucht alſo befehlen 4

Mir thut die verdrießliche Geſchichte wahrhaftig leid, ent⸗ gegnete Dieſer, während er ſeinen Hut nahm.Aber ſeien Er⸗