Teil eines Werkes 
4. Bd. (1854)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Achtundſechszigſtes Kapitel.

Sie bringen mich wahrhaftig in Verlegenheit, Graf Fohr⸗ bach, ſagte lachend der Maler;ich habe Ihnen eine Zeichnung präſentirt, aber ſte nicht als das Bildniß des Herrn von Dank⸗ wart ausgegeben. Gott ſoll mich bewahren! das ginge wider allen Reſpect.

So laſſen Sie ſehen, ſprach gravitätiſch der Baron, und zupfte ſeinen Halskragen ſanft in die Höhe;wir wollen unpar⸗ teiiſch entſcheiden.

Meinetwegen, entgegnete der Maler.Aber ich erſuche die Herren, meine Verwahrung zu Protokoll zu nehmen. Er erhob ſich und nahm aus ſeiner Mappe, die in einer Ecke lehnte, ein Blatt, welches er dem Herrn von Brand übergab.

Dieſer legte ſeine Cigarre auf das Kamin, wandte den Rü⸗ cken gegen die Lampe, die auf dem Geſims ſtand, und als nun das volle Licht derſelben auf jenes Bild fiel, fuhr ein höchſt angeneh⸗ mes Lächeln über ſeine Züge. Seine Oberlippe erhob ſich kokett und zeigte die blendend weißen Zähne.In der That vortreff⸗ lich! ſagte er nach längerem Betrachten;ſuperb! göttlich! Das iſt das Bild eines Schimpanſe, und hat zugleich große Aehn⸗ lichkeit mit Herrn von Dankwart. i

Zeigen Sie auch die anderen! rief Graf Fohrbach.

Und der Maler brachte noch fünf andere Blätter zum Vor⸗ ſchein, worin der Schimpanſe und Herr von Dankwart nach der bekannten Spielerei behandelt waren, wo man in hundert Abbildun⸗

gen mit ganz unmerklichen Aenderungen, wodurch zwei Blätter immer vollkommen ähnlich ſind, dennoch den großen Sprung von einem ausgeſpannten Froſch bis zum Apoll von Belvedere zurück⸗ legen kann. Hier aber genügten vollkommen ſechs Blätter, um aus einem gerechten und untadelhaften Schimpanſe zur vollſtändigen Figur des Herrn von Dankwart überzugehen.

einer einver Man

Nale ich, gen; Sie gefäl