Teil eines Werkes 
4. Bd. (1854)
Entstehung
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Achſelbünder und Carrikaturen.

lachte der Herzog; nich als einziger Mann zwiſchen ein paar Dids zend Hofdamen und Ehrenfräuleins.

Sie Glücklicher! Nun alſo, da werden Sie erfahren, welches Coſtüm der Fräulein von S. zugedacht iſt. Sorgen Sie darnach für die bewußten Bänder in den Farben, die Sie wollen, ſei es als Haar⸗ oder Buſenſchleife, wenn ſie irgend ein vollkom⸗ menes Damencoſtüm wählt, ſei es als Achſelbänder, wenn man ſte vielleicht zu einer der Ecuhèren Ihrer Majeſtät beſtimmt. Und das bin ich überzeugt bei der prachtvollen Geſtalt des jungen Mädchens.

Ach ja, bei ihrer prachtvollen Geſtalt! ſeufzte der Herzog.

Aber die Schleifen oder Achſelbänder müſſen mir in der von Ihnen beſtimmten Farbe vollkommen fertig, auf's Zierlichſte gemacht, in drei Tagen, von heute ab, übergeben werden.

Das werde ich ſelbſt beſorgen, beſter Baron, und zugleich meinen herzlichſten Dank überbringen.

Mit Letzterem wollen wir warten bis nach dem Hofballe, entgegnete Herr von Brand,denn ich bin nicht allmächtig, auch mir kann Etwas mißlingen.

Nein, nein, rief triumphirend der Herzog,Ihnen nicht. Glauben Sie mir, ich ſtaune Sie an. Ich bin doch auch mit den Hofintriguen ziemlich bekannt, aber welche Wege Sie gehen, iſt mir unerklärlich; über welch' immenſe Kräfte und Mittel müſſen Sie zu verfügen haben!

Sie irren, gnädiger Herr, erwiederte der Baron leicht, die Kräfte, die ich anwende, ſind klein und unbedeutend wie ich ſelbſt; es trifft ſich nur zufällig, daß ich Ihnen dienen kann.

Sie ſind wahrhaftig zu beſcheiden. Doch will ich jetzt Ihre Zeit nicht länger in Anſpruch nehmen, antwortete der Herzog; ich würde Sie einladen, mit mir zu kommen, aber ich muß, wie