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Das Zauberpferd.
Es war einmal in der guten alten Stadt Damaskus ein Kameel⸗ treiber, der hatte eine lange Reihe von Jahren dieſem Geſchäft obge⸗ legen. Schon als Knabe war er mit den Karavanen gezogen und hatte ſeit der Zeit die Wuͤſte nach allen Richtungen durchwandert. Er war ſowohl in Kairo als wie in Stambul geweſen und hatte mancherlei Merkwürdiges und Sonderbares geſehen und erlebt. Doch wie es bei all dieſen Leuten geht, die mühſam und kümmerlich ihr bischen Brod verdienen müſſen, ſo hatten ſich wohl ſeine Erfahrungen bereichert, aber ſein Vermögen wollte nie einen rechten Aufſchwung nehmen. So oft er freilich von ſeinen Reiſen zurückkam, legte er eine kleine erſparte Summe in die Hände ſeines Weibes, die ihm zwei Knaben geboren hatte. Doch ſo einfach und ärmlich er auch lebte, er konnte nie viel erübrigen. Wenn er auch ſein ganzes Leben faſt nichts auf dem Leibe getragen hatte, als ein grobes Hemd und ein großes Schaffell, um ſich gegen Wind und Regen zu ſchützen, ſo kam er doch eines Tages zu ſterben, ohne ſeinen beiden Knaben— ſein Weib war ihm ſchon vorangegangen— viel zu hinterlaſſen.
„Meine Söhne,“ ſprach er in der letzten Stunde zu ihnen,, ſuchet Euch auf eine redliche und Gott wohlgefällige Art fortzubringen. Strebt darnach, Euer Glück zu verdienen und es muß Euch gelingen, denn es hat mir einſt ein weiſer Mann auf meinen Reiſen eine Pro⸗ phezeihung gethan, die ich wörtlich in meinem Gedächtniß bewahrte. Alle Menſchen ſind nicht dazu beſtimmt, glücklich zu werden, ſagte der weiſe Mann zu mir, und Du biſt einer von denen, die das Glück nie erreichen können. Du wirſt Dein ganzes Leben in Mühe und Arbeit verbringen und wirſt Deine Familie ohne Ausſicht zurücklaſſen müſſen. Aber ſei getroſt und glaube meinem Wort, wenn ich Dir ſage: daß
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