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Araberſtamm ſei, der als Mittelpunkt der ganzen Empörung zu be⸗ trachten ſei.“
Durch dieſe Worte ſeines Haushofmeiſters aufs Neue beunruhigt, befahl der Emir dem jungen Manne, ſeinen Säbel abzugeben, was dieſer auch ſtillſchweigend that. Er übergab ihn hierauf einigen ſeiner
Mameluken, mit dem Geheiß, ihn in ein Zelt zu bringen und genau zu bewachen.
Nach dieſen Vorfällen verbrachte der Emir eine äußerſt ſchlafloſe und traurige Nacht. Welchen Beſchluß hatte er am andern Morgen zu faſſen? Sollte er die Karavane weiter gegen Mekka vorrücken laſſen, und mußte er alsdann in den nächſten Tagen nicht befürchten, von ſtreifenden Araberhorden, die auch ſchon um den Aufſtand ihrer Brüder
wußten, ausgeplündert und vernichtet zu werden? Sollte er dagegen nach Kairo zurückkehren, ſo mußte er befürchten, daß ſich ihm die Araberſtämme, die ſich auf der Seite befanden, in den Weg treten und
ihn aufhalten würden? So wälzte er ſich ſchlaflos auf ſeinem Lager umher und als er beim Anbruch des Tages kaum eine halbe Stunde unruhig geſchlummert hatte, wurde er von Haſſan mit der Nachricht
5 geweckt, daß ſich draußen abermals ein Reitender aus Kairo befinde, der ihm neue Nachrichten mitzutheilen habe.
Der Emir ließ ihn eintreten, und der Mameluke, dem man an ſeiner beſtaubten und zerriſſenen Kleidung deutlich anſah, daß er einen langen und ſchnellen Ritt gemacht, verbeugte ſich vor dem Emir, und
überreichte ihm einen Ferman des Großherrn, worin ihm dieſer bei ſeinem Zorn befahl, augenblicklich gen Kairo zurückzukehren. Als der Emir dies geleſen, ſagte der Mameluk:„Ich verſichere Dich, o Herr, wenn mich die Gnade des Propheten nicht beſchützt hätte, würde ich nicht haben bis zu Dir gelangen können, denn kaum eine ſtarke Tage⸗ reiſe von hier gen Kairo lagern mächtige Araberſtämme, weit auf der Wüͤſte ausgebreitet, von denen ich, ſobald ſie meiner anſichtig wurden, ergriffen ward. Sie brachten mich vor ihren Schech und ich befürchtete ſchon, mein Leben zu verlieren; doch kaum hatte ich ihm Deinen p Namen genannt, o Herr, und daß ich zu Dir geſchickt ſei, als er mich ſogleich weiter ziehen ließ, und mir noch obendrein einige Reiter zur Bedeckung mitgab.„Bringe dem Emir el Hadſch meinen Gruß,“ ſprach er beim Abſchiede, und ſage ihm, Schech Almanſor ſei es, der Dich zu ihm ſchicke, und der ihn bitten laſſe, mit der Caravane nicht von der Stelle zu rücken, weder vorwärts noch rückwärts.“


