mich auf das allerangenehmſte, indem mir Feldmar— ſchalllieutenant Schönhals einen Platz in ſeinem Wagen anbot. So kehrte ich denn heim aus dem ſiegreichen Feldzug in der Geſellſchaft der Männer, die für mich ſo außerordentlich freundlich geweſen waren, nämlich: Schönhals, Schlitter und Eberhardt, welche beide letztere ebenfalls mitfuhren.
Der Regen goß in Strömen herab, als am 29. Morgens um 6 Uhr Marſchall Radetzky ſeinen Wagen beſtieg und vorausfuhr. Trotz des ſchlechten Wetters ſtanden auf der Straße Hunderte der Einwohner, um dem alten Herrn, den Alles auch in Feindes Land liebgewonnen, einen freundlichen Abſchied zuzurufen.
Wir hatten unſern Wagen feſt verſchloſſen und un terhielten uns angenehm von den Erlebniſſen der letzten Tage. Ein merkwürdiges Spiel des Zufalls bleibt es immer, daß gerade in den Tagen vom 18. bis 24. März, wo im vergangenen Jahre die öſterreichiſch— italieniſche Armee in ſo großer Noth war, dieſer kurze und glänzende Feldzug geliefert wurde, was bei uns auf dem Wege nach Mailand Stoff zu lebhaften Geſprächen gab.
Die Landſtraße war bedeckt mit langen Wagen zügen, mit Truppen und Pferden. Alles war heiter und guter Dinge, und luſtig und vergnügt zog die jubelnde Mannſchaft dahin. Wo der Wagen des


