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Reden an Gebildete aus dem weiblichen Geschlechte / von Friedrich Ehrenberg
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entſage, dem man gerne immer leben möchte. Sie

verlangen einen Ernſt, den man peinlich, ein Nachdenken, das man läſtig findet. Die Stim⸗ me der Luſt lockt verführeriſch irgend anderswo hin. Sie wollen ſich nicht vertragen mit der* Liebe zur Abwechſelung, mit dem Hange zum Neuen oder zum Blendenden, mit dem Durſte nach Vergnügen und Zerſtreuung. Die Eitelkeit hört nicht auf, Einwendungen gegen ſie zu ma⸗ chen. Sie ſind aus der Mode gekemmen. Man könnte ſich, indem man ihnen nachgeht, den Ruf der Engherzigkeit und einer gemeinen Denkungs⸗ art zuziehen. Oder die Aufmunterung iſt bei ih⸗ nen gering: der Unterſtützung iſt wenig; der Er⸗ folg iſt ſchlecht. Eckel und Weichlichkeit ſind zu uͤberwinden; mancherlei Bequemlichkeiten muß ent⸗ ſagt werden; das Einerley ermüdet; daß nichts recht von Statten geht, daß Ein Hinderniß nach dem andern wegzuräumen iſt, verdrießt und er⸗ ſchöpft die Geduld. Bald reichen Einſichten, bald die Kräfte nicht hin, die Sache zur Befrie⸗ digung auszuführen. Bald hat man nichts als Verkennung, Undank und Kummer zum Lohne. Und doch ſind dieſe Pflichten gewöhnlich die wich. tigſten; doch hängt von ihrer treuen Erfüllung des Hauſes Wohl und des Herzens Ruhe oft am