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Reden an Gebildete aus dem weiblichen Geschlechte / von Friedrich Ehrenberg
Entstehung
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17 leſen und wenn ſie verſtändig wären, könn⸗ ten ſie es an ſeinem Betragen wohl merken auf welch eine klägliche Art ſie ihre Abſichten ver⸗ fehlen, und wie lächerlich ſie in den meiſten Fäl⸗ len werden! Eine edle Zuverſicht zu ſich ſelbſt iſt dem Weibe ſehr anſtändig. Aber des wahren Mu⸗ thes, der Gefahren Trotz biethet, iſt das Weib ſelten fähig. Die Natur hat ihm die Bedingun⸗ gen desſelben verſagt. Es kann alſo gewöhnlich nicht mehr, als ein eitles Gepränge treiben, das die erſte Probe ſchon in ſeiner ganzen Blöße darſtellt. Im Gefühl ſeiner Schwäche iſt uns das Weib ungemein rührend; in ſeiner Schüchternheit gebiethet es Ehrfurcht; das Bewußtſeyn ſeines Wehrtes und ſeiner Unſchuld iſt ſein kräftigſter Schutz gegen die Angriffe der Frechheit, und mäch⸗ tig genug, auch den Verwegenſten zurück zu ſcheu⸗ chen, oder zu entwaffnen. Aber ein Weib, das kühn ſeyn will, und mit ſeiner Stärke prahlt, hat ſeine Weiblichkeit ausgezogen, und mit ihr ſchon halb ſeine Tugend verkauft. Es lockt nicht allein den Leichtſinn an, es mit ihm aufzunehmen; es erweckt auch den Verdacht, als ob es wohl fähig ſey, noch mehr zu wagen.

Hierin das rechte Maß zu treffen wird dem 2