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Reden an Gebildete aus dem weiblichen Geschlechte / von Friedrich Ehrenberg
Entstehung
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16 Gedanken bemerkbar. Sanftheit ſpreche aus je⸗ dem Blicke, aus jedem Worte und jeder Bewe⸗ gung. Nie rede es mit Heftigkeit, nie begehre und handle es mit Ungeſtüm. Alles Laute, Auf⸗ brauſende und Stürmiſche widerſpricht der Schwä⸗ che und dem zarten Sinne der weiblichen Natur. Darum verkläre es ſich, ehe.s ſichtbar wird, in Sanftheit; oder der ganze Abſcheu des richtig ge ſtimmten Mannes muß es treffen.

Stille des Gemüthes, Mäßigung und Ein- tracht aller innern Bewegungen, die im Außern als Ruhe und leichtes Spiel des Lebens erſcheint,

iſt der himmliſche Zauber, der alle Herzen ge⸗

winnt die heilige Grazie, die Ihnen in glei⸗ chem Grade unſre Liebe und unſre Verehrung ſichert. Möchten Sie es ſich zur wichtigen An⸗ gelegenheit machen, dieſe zu bewahren und aus⸗ zubilden!

Mit der Sanftheit verträgt ſich am wenig⸗ ſten jene widrige Affectation von Kraft und Muth, womit viele Ihres Geſchlechtes ſich höheres Anſehn erwerben wollen, oder ſich gar in die Reihe der Männer zu ſtellen verſuchen. Möch⸗ ten dieſe doch nur auf Einen Augenblick fühlen, welche Eindrücke das bei dem unbefangenen Be⸗ obachter herverbringt. Möchten ſie in ſeiner Seele