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Reden an Gebildete aus dem weiblichen Geschlechte / von Friedrich Ehrenberg
Entstehung
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Möchte doch keine Ihres Geſchlechtes darin

ihre Ehre ſuchen! Möchte keine ſich ſchämen,

das ganz zu ſeyn, was der beßre Genius ſie ſeyn lehrt! Möchte keine ihr Köſtlichſtes für Glanz und Schimmer verkaufen, und die ſchöne Eigenthüm⸗ lichkeit ihres Weſens an die Befriedigung einer thörigten und faſt immer betrogenen Eitelkeit hin⸗ geben!

Aber leider geſchieht dies nur zu oft. Die Erſcheinugen reiner Weiblichkeit ſind nicht häufig. Wenige bewahren die Ausſtattung der Natur, und noch wenigere bilden ſie aus. Abſichtliche und zufällige Eindrücke, Erziehung und Umgang vereinigen ſich bei den meiſten, um alles Weibli⸗ che an ihnen zu vertilgen. Wir legen es ge⸗ wöhnlich mit unſern Töchtern darauf an, ſie ſelbſtſüchtig, anmaßend, vorlaut, zudringlich und heftig, mit Einem Worte, ſo unweiblich als mög⸗ lich zu machen. Sie lernen ihr Herz verſchließen, das Zartgefühl verläugnen, die Delicateſſe belei⸗ digen, und die edle Simplicität verſpotten. Die Züge werden ausgelöſcht, womit der Plan eines ſchönen, genügenden und rührenden Lebens in ihr Gemüth gezeichnet iſt. Künſtlich erregte Leiden⸗ ſchaften unterdrücken die Triebe, die nach einer beſſern Entwickelung ſtreben. Die geſunde Na⸗