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den, kinderloſen Onkels Beiſpiel, lehrte ihn nur
Gutes. Ein alter wuͤrdiger Invaliden⸗Haut⸗
boiſt gab dem Knaben Unterricht in Violine und
Floͤte. Des Staͤdtchens Organiſt im Clavier und Singen, und er machte, namentlich im letztern, die überraſchendſten Fortſchritte, ſo daß ihn der Vater fuͤrs Schulfach oder die Tonkunſt beſtimmte. Doch, wie kann der Menſch einen unumſtoͤßlich ſichern
Plan fuͤr die Zukunft entwerfen, wie ein Ziel
ſeines kuͤnftigen Wirkens ſich ſelbſt vorſchreiben? Ein im Staͤdtchen ſich entwickelndes Nervenfieber warf den Onkel aufs Krankenbett. Julius Vater beſucht den kreuen Schwager und Freund, wird angeſteckt und, ehe 14 traurige Tage verfloſſen, toͤnte ſchallend die Ehrenſalve der Compagnie um ſein fruͤhes Grab. Die Thraͤnen aller Invaliden, die ihn herzlich liebten, benetzten es, ach! auch ſein treues Weib lag bereits toͤdtlich krank dar⸗ nieder, und folgte ihm nach wenig Tagen ins and der Ruhe. Der Eltern Segen war des ver⸗
waiſten zwoͤlfjaͤhrigen Knaben Erbtheil, den jetzt
der langſam geneſende Oheim feierlichſt an Kin⸗
desſtatt aufnahm. Trauernd zog nun der aͤltern⸗
loſe Knabe ins neue Vaterhaus. Sein Pflegevater hoffte, ſich in ihm eine Stuͤtze fuͤr ſein Alter zu erziehn, und bildete ihn fuͤr ſein Fach.„Ge⸗ horſam iſt beſſer, denn Opfer! war ſein Grundſatz! Lerne gehorchen, wenn du einſt ſelbſtſtändig ſeyn willſt, ſprach er zu ihm
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