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Julius Heilmann war der einzige Sohn eines buͤrgerlichen Invaliden⸗Officiers, dem die Schlacht bei Kaiſerslautern, in welcher Preußen und Sachſen ſich die Kraͤnze un⸗ ſterblichen Ruhmes erfochten, die goldnen Ver⸗ dienſt⸗Medaillen der preußiſchen und ſaͤchſiſchen Armee erwarb. In ihr hatte er, als Wachtmei⸗ ſter des braven Prinz Karlſchen Dragoner⸗Regi⸗ ments, den kuͤhnen Adjutanten des preußiſchen Feldherrn, einen jungen Polen, aus den ergrimm⸗ ten Feinden herausgehauen, und dann mit ihm die feindliche Batterie erſtuͤrmt. Wunden waren ihm dafuͤr geworden, ſchmerzhafte Wunden, die ihm zum weitern aktiven Dienſt unfaͤhig machten. Er erhielt alſo ſeinen Abſchied, als Officier, und ward ſofort bei einer Compagnie von Invaliden, welche in einem der freundlichſten, am romantiſchen Felſen⸗Ufer der rauſchenden Zſchopa gelegenen Provinzial⸗Staͤdtchen Sachſens in friedlicher Garniſon lagen, als Officier angeſtellt.
Den biedern Mann begluͤckte ein wackeres, treues Weib. Es war die Schweſter des Dr. B., eines verdienſtvollen Arztes dieſer Gegend. Unſer Ju⸗ lius war dieſer Ehe Frucht und Gluͤck.
Bete und arbeite! war des Vaters Wahlſpruch, und ſo wurde das Kind, das ſich ſchoͤn und kraͤftig entfaltete, zur Froͤmmigkeit und Thaͤtigkeit erzogen. Wackere Lehrer bildeten Geiſt und Herz, und die Eltern, ſo wie des wohlhaben⸗


