Teil eines Werkes 
2. Band (1875)
Entstehung
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ſich heimlich ſehen und für den offenen Zwang ent⸗ ſchädigen könnte.

Nach jenem kühnen Sprunge auf dem Eis war die Gräfin wie toll vor Enthuſiasmus und Liebe glücklicherweiſe war die Bewunderung für Mengden ſeit jenem Augenblicke ſo allgemein, daß die ihrige nicht beſonders auffiel.

Mengden hätte ein Schneeballen ſein müſſen, wäre bei einer Frau wie Alexandra ſein Blut nicht in Wal lung gekommen; das ſtolze, ſchöne Weib lag ſchmachtend und liebeflehend zu ſeinen Füßen, ſie verſchwendete alle die reichen Mittel, die ihr zu Gebot ſtanden, um ihn zu feſſeln, jeder Blitz aus ihren prächtigen Augen war ein Geſtändniß, jedes Wort eine heimliche Liebkoſung, ſeine Eitelkeit, ſeine Sinnlichkeit wurden dadurch ent⸗ flammt und ließen ihn willig der verlockenden Sirene in den gefährlichen Taumel folgen.

Er legte das Billet auf den Tiſch und dachte an

Alexandra. Er trat an das Fenſter und ſchaute durch

die Nacht hinüber nach ihren Gemächern. Der Anblick des Wachtfeuers und der gekoppelten Pferde dicht unter ſeinem Fenſter zog allmälig ſeine Gedanken von ihrer urſprünglichen Richtung ab. Fröſtelnd hüllte er ſich nach einer Weile in ſeinen ſeidenen Schlafrock und ſah nach der Uhr.