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wegen, indem ſie ſogar nicht die Vorſicht vergaß, die einzelnen Stücke mit ſolcher Zierrath zu ſchmücken, wie ſie dem Geſchmacke eines Indianers zuſagend ſind. Gleichwohl verſchwendete man ver⸗ gebens Bitten und Drohungen an den ſtarrſinnigen Jüngling, und als man ihn mit Gewalt ankleidete, ließ er es zwar ohne großes Sträuben geſchehen, riß ſich aber im erſten unbewachten Augenblicke dennoch die Kleidungsſtücke wieder vom Leibe. Alle Verſuche, den jungen Wilden an ein geſittetes Leben zu gewöhnen, ſcheiterten an der Freiheit und Ungebundenheit ſeines Geiſtes, und er wollte ſich durchaus nicht die Bande einer Lebensweiſe anlegen laſſen, die man im Allgemeinen für ſo weit angenehmer und vorzüglicher zu halten pflegt. Wo man ihm freie Wahl geſtattete, verwarf er jedesmal die Gebräuche der Weißen mit Verachtung, und hielt mit ſtand⸗ hafter und beinahe heldenmüthiger Ausdauer an den Sitten ſeines
Volkes und ſeines wilden Zuſtandes feſt.
Obgleich man den Knaben mit Freundlichkeit und Milde be⸗ handelte, wurde er dennoch mit der ſchärfſten Aufmerkſamkeit be⸗ wacht. Einmal, als man es gewagt hatte, ihn in's Freie hinaus zu laſſen, war er ohne Zögern den Wäldern zugerannt und hatte einen unverholenen Verſuch zur Flucht gemacht, den Eben Dudley mit Hilfe ſeiner langen Beine nur mit genauer Noth zu verhindern im Stande geweſen war. Seitdem hielt man ihn bedeutend kürzer, und er durfte nicht mehr die Palliſaden verlaſſen.„Wenn die Ar⸗ beiter durch ihre Geſchäfte in's Freie gerufen wurden, ſchloß man den Indianer in das Blockhaus ein, und nur zur Zeit, wo die Thore verſchloſſen oder Leute genug zur Bewachung da waren, er⸗ laubte man ihm, nach Gefallen zwiſchen den Gebäuden der kleinen Feſtung umherzuſpazieren. Und der arme gefangene Indianer, dem Luft und Freiheit ſo nothwendig zum Leben ſein mußten, da er von Kindheit auf feſſellos die großen Wälder durchſtreift hatte, verſaͤumte niemals, dieſe Erlaubniß zu benützen, und dieß oft in einer Art und Weiſe, welche alle Gefühle des Mitleidens in dem weichen Herzen von Contents Gattin wach rief.
Anſtatt mit anderen Knaben ſich zu beluſtigen und zu ſpielen, ſtand der junge Indianer ſtill abſeits, und blickte ſtarr und theil⸗ nahmlos, aber traurig vor ſich nieder. Noch öfter näherte er ſich den Palliſaden, und ließ ſeine Blicke wehmüthig und ſehnſuchtsvoll
auf der endloſen Wildniß ruhen, welche gewiß Alles enthielt, was
ihzs irgend lieb und theuer war. Seine traurige Stimmung rührte die fromme Ruth bis in's Innerſte ihrer Seele, und ſie bemühte


