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Das Glück reich zu sein / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von August Scheler
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den Kindern meines ſeligen Freundes ihr trauriges Loos zu er⸗ leichtern!“

Den Schatz naͤher in's Auge faſſend ſchien er in Gedan⸗ ken zu berechnen, wie hoch ſich der Geldhaufen im Ganzen be⸗ laufen koͤnnte.

Bald jedoch, als haͤtte er einen ſchnellen Entſchluß gefaßt,

begann er eine ziemliche Anzahl Goldſtuͤcke aus der Maſſe heraus⸗

zuleſen; ſchloß ſodann den Kaſten wieder zu, ſetzte ſich an den Tiſch und zaͤhlte das Geld.

„Fuͤnfzig Stuͤck,“ ſagte er gedankenvoll,„das macht... fuͤnfhundert Gulden, und fuͤnfhundert Gulden Niederlaͤndiſch machen ungefaͤhr tauſend und fuͤnfzig Franken unſeres Geldes. Dieſe Summe will ich an einem Orte verwahren, wo ſie weder meine Frau noch mein Sohn finden ſollen. Begegnet mix irgend ein⸗ mal ein Ungluͤck, kommen ja Diebe oder Gensdarmen in's Haus, verſchleudert meine Frau in Pracht und Ueppigkeit das gefundene Geld, ſo bleibt mir wenigſtens moch etwas uͤbrig fuͤr unſern Pauw, damit er, wenn er ſein gutes Kaͤthchen endlich zur Frau nimmt, doch ein kleines Kapitaͤlchen vorfindet, um ſich ein Hausweſen zu gruͤnden und ein eigenes Geſchaͤft zu er⸗ richten...

Er wickelte das Geld in ſein Sacktuch, ſchob ſodann einen Stuhl unter das Kamin und nachdem er daraufgeſtiegen, ſteckte er den Kopf tief in den Schlot.

Wahrſcheinlich legte er die Summe auf einige vorſpringende Steine nieder, von denen er allein Kenntniß hatte. Als er damit zu Ende war, ſagte er mit heiterem Laͤcheln:

„Ach! nun iſt's mir wieder leichter zu Muthe; ich hoffe, ich werde jetzt wieder einſchlafen koͤnnen.“

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