will ſich nicht mit neuen Sorgen belaſten. Denn die Gilde ſteht auf einem ſchlechten Fuß und wenn Torfs die Wahl annaͤhme, ſo wuͤrde er ſich abmuͤhen, ſie wieder auf guten Stand zu brin⸗ gen, denn lieber thut er nichts, als etwas zur Haͤlfte.“
„Es waͤre doch ſchoͤn, wenn Paͤchter Torfs Dekan hieße. Seht einmal, Mutter Bethe, was das fuͤr eine Ehre fuͤr die Familie waͤre.“
„Ach, liebes Kind, du machſt mich lachen! Unſchul⸗ diges Maͤdchen, du ſorgſt ſchon fuͤr die Ehre der Familie, bil⸗ deſt dir wohl ein, es ſei Palm-Sonntag und Oſtern ſtehe vor der Thuͤre?... Aber Spaß bei Seite, ich ſagte euch eben, daß die Torfs alle etwas ſtoͤrriſch von Charakter ſeien; wenn ihr aber glaubt, daß das ein Gebrechen iſt, ſo irrt ihr gewaltig. Denn ihr muͤßt wiſſen, daß ſie nichts beſchließen, es ſei denn, daß ſie es vierundzwanzig Stunden im Kopfe herumgetragen haben; ja zuweilen gehen ſie Jahr und Tag mit einem Gedan⸗ ken um, ehe ſie endlich ans Werk ſchreiten. Und taͤuſchen ſie ſich auch hin und wieder, nun, irren iſt menſchlich und ſte haben ſich nichts dabei vorzuwerfen. Aber gute Arbeiter, das ſind die Torfs alle, und auf ihre Pflichten gegen Gott und Menſchen eifrig bedacht. Ja; ſie treiben es ſo weit, daß man ſich faſt aͤrgern moͤchte, nie eine Gelegenheit zu finden, etwas an ihrem Thun oder Laſſen auszuſetzen.“
—„Es faͤllt mir da etwas ein, Mutter Bethe.— Koͤnn⸗ ten ſie denn nicht druͤben in der Gilde den Lukas zum Dekan machen?“
—„Was denkt ihr denn; er iſt noch viel zu jung. Clara, Clara, laßt dieſes thoͤrichte Sinnen und Trachten; ihr muͤßt nicht ſo hoch hinaus wollen. Ehre und Ruhm ſind nichts als
nen un nur u ſin.
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