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Die Dorf-Plage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. August Scheler
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. und nun ſoll ich mein Leben unter liebenden Freunden ver⸗ bringen? in ungetruͤbter Heiterkeit wirken und ſchaffen? Dank ſei dir, Gott, fuͤr den irdiſchen Himmel, den Deine milde Hand mir aufſchließt.“

Das Geraͤuſch ließ ſich aufs Neue vernehmen.— Die Thuͤr wurde geoͤffnet und Jan Staers, ihr Vater, trat herein.

Er war ein Mann von mehr als mittelmaͤßigem Wuchſe; wenn auch ſein Koͤrperbau Muskelkraft vorausſetzen ließ, ſo ver⸗ riethen doch ſeine ſchlaffen Glieder eine fruͤhzeitige Entkraͤftung und uͤber ſein aufgedunſenes Geſicht lag eine krankhafte Bleiche verbreitet.

Das hellere Sonnenlicht, das ihm beim Eintreten in das Zimmer entgegenſchien, zwang ihn, die ſchwach gewordenen Au⸗ gen zu ſchließen. Sein ungeordnetes Haar hing ihm loſe uͤber die Stirne herunter und ſeine Kleider ſahen ſchlottrig und ver⸗ nachlaͤſſigt aus.

Er blieb an der Thuͤre ſtehen, die Hand an die Stirne haltend, als ob er an heftigen Kopfſchmerzen litte..

Inzwiſchen war Clara, nach freundlichem Morgengruße an den Herd gelaufen, hatte die Kaffeekanne, Brod und etwas Butter auf den Tiſch geſetzt und einen Stuhl vorgeſchoben.

Mit niedergeſchlagenen Augen und ſchwankenden Schrittes naͤherte ſich Jan Staers ſprachlos zum Tiſch und ließ ſich auf den Stuhl nieder. Das Sonnenlicht mußte ihm noch immer beſchwerlich fallen, denn er ſah aͤrgerlich in's Freie und befahl mit muͤrriſchem Tone:„Mach das Fenſter zu, und das ſchnell!“ Clara gehorchte und hielt ſich ſchweigend in einiger Ent⸗ fernung.. Mittlerweile hatte ihr Vater nach dem Brode gegriffen und