Die Dorfplage.
J.
Zwei ſchlichte, ſonntaͤglich gekleidete Landbewohner kehrten an einem Nachmittag von der benachbarten Stadt nach ihrem Dorfe zuruͤck.
Die Landſchaft, die ſie durchwanderten, war eine der ſchoͤn⸗ ſten des Hagelandes.*) Die Straße ſchlang ſich, quer durch den braunen Eiſenſtein gehauen, neben einem Huͤgelruͤcken in wun⸗ derſamen Wellenlinien uͤber Hoͤhen und Tiefen dahin, bis zu dem kleinen Kreuze mit dem vergoldeten Hahn, das in der Ferne aus dem dunklen Laubwerk hervor glaͤnzte. An der einen Seite des Weges erhob ſich die ſteile Felſenwand, deren dunkle Farbe mit dem lieblichen Gruͤn uͤppigen Brombeergeſtraͤuchs bedeckt war, und welche die Ausſicht nach dieſer Richtung verſperrte... Zuweilen indeſſen ſenkte ſich der Boden zu einem reich bepflanzten Thale und es ließ ſich von der Hoͤhe, auf der ſich unſere Wanderer befanden, mit einem einzigen Blicke die ganze weite Strecke uͤber⸗
*) Hageland heißt ein Strich in Belgien, der, unter den Stadt⸗ mauern von Aerſchot und Dieſt beginnend, ſich ins Limburgiſche, uͤber St. Trond und Thienen(Tirlemont) erſtreckt. Oberhalb Aerſchot iſt die Gegend am reizendſten.
Die Dorfplage.


