Teil eines Werkes 
5.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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Klas Malchus, und drückte einen herzlichen Kuß auf die Lippen des ſechsjährigen Sohnes, indem er ihn mit einem raſchen Purzelbaum auf den Boden ſtellte.

O nein, ich ſah wohl, wie Mama winkte, daß ich mit kommen ſollte, deßhalb ſetzte ich mich auf Deine Achſeln, Papa, denn da reite ich eben ſo gut, wie wenn mich Hans auf's Pferd nimmt; und ich wollte mich deß⸗ halb nicht niederlegen, weil ich vorher den guten Reis⸗ kuchen verſuchen möchte, den Mama nicht anſchneiden wollte, bis Du und Onkel kämen... Aber ſieh, da kommt Mama zurück!

Marie ſah auf den erſten Blick, daß ſie ſich jetzt nahen könnte. Mit einem gutmüthigen Lächeln ging ſie entgegen, und empfing und erwiederte ſeine freundliche Umarmung.

Verzeih', meine Liebe, entſchuldigte ſich Klas, ich erinnere mich jetzt, daß Deine Augen mir ſchon lange das Signal geben; aber Du mußt jetzt wie immer Geduld haben, mein liebſtes Mariechen! Sind die Kleinen ſchon zu Bette?

Ja, und wir thun wohl am beſten daran, wenn wir ſie ſchlafen laſſen.

O, ſie ſollen aber nicht ſchlafen, ſondern den Kuchen verſuchen. Richard war ſchlau genug, um ſich nicht fangen zu laſſen; er brachte ſeine Perſon in Sicherheit. Laß mich ein Stück herunter ſchneiden! es ſchmeckt uns eben ſo gut, wenn er nicht ganz iſt! Und nun, den Reis⸗ kuchen auf einer Brodſchnitte anſtatt des Tellers, eilte Klas Malchus mit raſchen Schritten über den Hof nach der Wohnung, wo er den Weg zu einer kleinen Kam⸗ mer einſchlug, in welcher zwei kleine Bettchen mit ſchnee⸗ weißen Umhängen neben einander ſtanden.

So wie jetzt, wo er zwiſchen ſeinen zwei engel⸗ ſchönen Kindern ſtand, ſtrahlte Klas Malchus Blick nie. Es war die Flamme der reinſten und heiligſten Waͤrme, und es that dem Herzen wohl, wenn man zuſah, wie er ſich bald zu dem einen, bald zu dem andern nieder⸗

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