Teil eines Werkes 
5.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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behrlich; und unfähig der Sehnſucht nach ſeinen geliebten Morgenwanderungen länger zu widerſtehen, mußte er reiſen, wenn er nicht krank werden wollte. Schon lo ge er einen kleinen Hieb von Heimweh gehabt, obſchon es ihm jetzt weit mehr in G erals und ſeiner Familie geſtel, als dieß in Tyringsholm der Fall geweſen war, wo der Oberſt durch ſeine Sucht, alles recht aut zu machen, alles recht ſchlecht gemacht hatte. K Malchus beſaß in Mörkedal ſeine ungeſtörte Freiheit; der General war höflich und wohlwollend, ohne Komplimente, und Hedwig nicht mehr ſo fragluſtig. Sie lebten Alle recht gut zuſammen; aber heim mußte er doch, um die Luft um das kleine Meßnerhaus zu athm

Richard fühlte ſeine Abweſenheit e wie hoch er auch Klas Malchus Freundſchaft ſchätzte, eine Freundſchaft, die dieſen vermocht hatte, ſeinen theu⸗ ren Gewohnheiten zu entſagen, und ſeine Heimath zu verlaſſen, um in einem fremden Hauſe zu leben, ſo konnte der Lieutenant doch dieſe Freundſchaft nicht vollkommen würdigen, denn er kannte das große Opfer nicht, das Klas Malchus gebracht hatte.

Nach dem Abgang des Barons verſtrichen die Tage noch langſamer für den jungen Lieutenant. Er war nicht gewohnt, ſie auf dem Sopha hinzubringen, und wäre ſo gerne ſeinen alten lieben Beſchäftigungen nachgegangen, und im Walde bei den Sägmühlen und Dreſchtennen herumgeſprungen, und dann Abends bei Iſabellens kleinem Sopha in dem rothen Kabinette geſtanden. Das Alles hatte Richard jetzt in friſchem Angedenken; aber er konnte doch auch nicht undankbar ſeyn: und wenn er die vielen unbeſchreiblich freundlichen Sorgen ſah, deren Gegenſtand er war, ſo ſuchte er ſich darein zu finden, zumal da er auf alle Fälle nichts Beſſeres thun konnte.

Der junge Herr Richard begann auch nach und nach wieder recht hübſch auszuſehen, wenn er in ſeinen rothen Schlafrock gehuͤllt, gegen die von Hedwigs Hand Das Fideicommiß. II. 4