Lilia's ſchmuck Lilia's
hat die t heute venigen onſtuhle aſen ge⸗ ne, ſo
Stuhl s, liebe
Beſuche
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des rechtſchaffenen und ehrlichen Paſtors angenommen haben, ſind Sie geweſen wie ein Engel, der Sie gewiß auch bald werden.“
Lilia laͤchelte. Ueber ihr Geſicht war ein ver⸗ klaͤrender Lichtſchimmer ausgebreitet. Ihre irrende Seele hatte endlich gefunden, was ſie ſo lange geſucht.
„Gunnel,“ fluͤſterte ſie,„wie kam er denn hier⸗ her, der edle Mann, der mir ſo unausſprechlich viel Gutes gethan— hatte ihn nicht Jemand herge⸗ ſchickt?⸗
„Ja, liebe Herrin, Jemand, der beinahe jeden Abend hier vorbeigegangen iſt und gehorcht hat und der ein paar Mal, als Sie vor Mattigkeit faſt die Beſinnung verloren hatten, an Ihrem Bett lag und weinte.“
„Ich habe ſeine Naͤhe geahnt... deshalb konnte ich auch ſo gut den Mann hoͤren und faſſen, den er
mir ſendete... und bald werde ich nun Ruhe finden — Ruhe!“
„Moͤchten Sie nicht erſt noch mit Jemandem ſprechen?“
Ein Zittern durchflog die faſt durchſichtige Ge⸗ ſtalt, die ſich auf die weißen Kiſſen ſtuͤtzte. „Ach ja... Großer Gott— es iſt mir, als ſaͤhe ich dort zwiſchen den Baͤumen...“ „Liebe Herrin, ich weiß nicht, ob wir duͤrfen...⸗ „O, eile, eile— ich kann ſterben, bevor er Ein Gerücht. VIlII. 13


