Teil eines Werkes 
22.-24. Bd. (1851)
Entstehung
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Wir haben ſchon zu Anfang dieſes Werkes erklaͤrt, daß Philipp in keiner Sache groß war, noch werden konnte.

Er hatte allerdings große, ernſte und bittre Unfaͤlle durchzumachen gehabt, aber ſeine Seele gehoͤrte nicht zu denen, deren Kampf mit den Leiden ein Kampf auf Leben und Tod iſt. Er hatte das materielle Elend

nicht von Angeſicht

ſamen Durſte der Ehrſucht verzehrt zu werden, welcher viele von den wirklichen Dichtern verzehrt, und ihre Natur umwandelt, ſo daß ſie in viele Wechſelfaͤlle ſich fuͤgen muͤſſen. Kurz da er nicht jenes Geheimniß durch drungen hatte, welches zwiſchen der hoͤhern Dichterſchaf und dem Materialismus ewig ein Geheimniß bleibt, ward er nur der beruͤhmte und geſuchte Verfaſſer ein gewiſſen Gattung, das heißt jener Gattung, wo ke Autorſchaft ſich unbemerkbar mit der Perſoͤnlichkeit es Autors und mit dem Intereſſe vermiſcht, welches leßre in einer oder der andern Hinſicht einfloͤßen kann.

Dies hinderte inzwiſchen unſern Helden nes⸗ wegs, ſich glucklich zu fuͤhlen.

Er beſaß, Gott ſei Dank, Eigenliebe genug, 7 ſich fuͤr ein vielverſprechendes Talent zu halten. v das Talent, welches er beſaß, verſchaffte ihm ſchon Mit⸗ tel, das launenhafte Leben eines Literaten zu fin.

Es mißſiel ihm uͤberdie

s durchaus nicht, in er

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zu Angeſicht kennen gelernt. Er⸗ war als Dichter zu klein geweſen, um von dem grau⸗