Teil eines Werkes 
22.-24. Bd. (1851)
Entstehung
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„Ach, mein Gott,“ antwortete Jolli keuchend, ich habe ja ganz vergeſſen le.

„Was iſt denn das fuͤr ein Laͤrm?“ rief Frau Walborg, indem ſie ſich auf dem Ellbogen im Bett auf⸗ richtete.„Der Zeiſig will wohl hinaus und Stroh⸗ halme ſuchen?“

„Nein, Mama, durchaus nicht.“

„Oder will der Zeiſig im Garten ſingen? Ich glaube doch, der Zeiſig hat doch wohl kein ſo ſchlechtes Gedaͤchtniß, daß er nicht weiß, daß er jetzt noch einige Stunden in ſeinem Bauer ſingen muß.“

„Liebe Mama!“

„Iſt das Dick, der an der Thuͤr kratzt?“

„Ja, Mama, er will durchaus...

„Nun, was will er denn durchaus?“

„Er will... er will, daß wir einen kleinen Spatziergang mit einander machen ſollen.“

„Halt, halt, liebes Kind— es kommt Ungluͤck in den Brautkranz, wenn der Braͤutigam die Braut am Hochzeitstage eher ſieht, als bis ſie in den Brautſtuhl kommt.“

„Vor zwei Uhr kommen wir ja da nicht hinl ſagte Dick mit jammernder Stimme.„Ach, Schwie⸗ germutter, denke nur, wie lange es noch iſt, bis um zwei Uhr.“ 4

„Beruhige Dich, mein Sohn!

„Beruhigen— ich ſterbe, Schwiegermutter.“

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