„Proſa, Proſa, bei Honorinen?“
„Meine beſte Frau Warvner, wenn ich noch einen ſolchen Blick von Ihnen bekomme, ſo verſtumme ich auf ewig.“
„So erklaͤren Sie ſich doch.“
„Sie wuͤrden keiner Erklaͤrung beduͤrfen, wenn Sie, wie ich, von der talentvollen Rede erbaut worden waͤren, welche die gnaͤdige Frau heute Vormittag waͤhrend un⸗ ſeres Spatzierritts uͤber die Verbeſſerung des Ackerbaues hielt. Ich betrachte mich ſelbſt als keinen ganz uͤblen Landwirth, aber, auf meine Ehre, ich kam mir vor, wie ein Schulknabe.“
„Nun, kann man ſich wohl etwas Hochachtungs⸗ wertheres denken, als eine junge, ſchoͤne, reiche und ge⸗ feierte Frau, welche die Zeit zu einem ſo ſchoͤnen Zwecke anwendet, als den, welchen Honorine vor Augen hat?“
„Es handelt ſich nicht um Hochachtung— ſie iſt geradezu anbetungswuͤrdig, aber... 9
„Was denn fuͤr ein Aber— verliert ſie vielleicht dadurch an ſhrer weiblichen Anmuth?“
„Herr Huͤttenmeiſter, ich erklaͤre, daß ich von Ih⸗ rem Geſchmack eine beſſere Meinung habe.“
„Geehrte Frau!“
„Wenn man Herz, wenn man Geiſt, ja wenn
man nur Augen hat, wird man Honorinen bewundern.“
„Nun ja, ich hin auch von Bewunderung erfuͤllt.


