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antwortung und Muͤhe ſeiner Erziehung zu befreien. Ich hoffe,“ ſetzte er nachlaͤſſig, aber doch mit auf Hono⸗ rinen gerichteten Blick hinzu, denn er hatte noch nicht erfahren, was er gern wiſſen wollte,„ich hoffe, Philipp wird nichts dagegen haben, wenn ich mich nun um meinen Muͤndel bekuͤmmere und ihm einen Lehrer verſchaffe.“
„Herr Thurné kann nicht anders, als dieſen Plan billigen,“ antwortete Honorine unbefangen und ohne im mindeſten die Farbe zu wechſeln...„Inzwiſchen muß ich nun nach meinem kleinen Zoͤgling ſehen und ihn uͤber den gehabten Unfall troͤſten.“
„Kann denn Niemand von uns nach dem kleinen Guͤnſtling gehen?“ fragte der Huͤttenmeiſter hoͤflich.
„Nein, ich danke, das waͤre nicht daſſelbe!“ Und Honorine verſchwand ſchnell den Gang hinab.
„Die Oberſtlieutenantin,“ hob Herr Montin wie⸗ der an,„iſt unleugbar eine charmante Wirthin, vor allen Dingen eine liebenswuͤrdige Dame; aber ich bin dennoch mit einer kleinen Kritik bei der Hand.“
„Wirklich!“ rief Adele, an welche die Worte ge⸗ richtet waren.„Laſſen Sie uns doch hoͤren.“
„Man braucht nicht immer laut zu kritiſiren, das wiſſen Sie wohl.“
„Dann iſt es bloße Verleumdung... Nicht wahr,
Arnold, der Herr Hüttenmeſſter iſt rethunden, ſich naher
zu erklaͤren et


