Teil eines Werkes 
19.-21. Bd. (1851)
Entstehung
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denken konnte, ſo ſah ſie ſich doch genoͤthigt, ſich zu be⸗ zaͤhmen.

„Ich erbitte mir als eine Gunſt,“ hob ſie wieder an,„daß Sie mir mein Verſprechen zuruͤckgeben... es iſt Wahrheit, daß ich mich unwohl befinde— ich kann nicht mitfahren!“

„Und ein anderer zu ihrer Weigerung iſt nicht vorhanden?“

„Welcher andere Grund ſollte denn noch vorhan⸗ den ſein?“ Lilia erroͤthete nicht einmal.

„Moͤglicherweiſe derſelbe, der Sie vor einigen Tagen bewog, in Frau H.'s und Ihres Gatten Beiſein jene kleine, anmuthige Comoͤdie zu ſpielen. Ich bin nicht eingebildet genug, zu glauben, daß ich eine Bewegung in Ihrem Innern hervorgerufen habe.“

„Herr Huͤttenmeiſter!“ Lilia's Ton verrieth eine beinahe grenzenloſe Beſtuͤrzung.

„Demnaͤchſt koͤnnten Sie aus demſelben Grunde zu Hauſe bleiben, der Ihnen den Stoff zu der brillan⸗ ten Idee gegeben, der ganzen Badegeſellſchaft glauben zu machen, daß Sie Ihre Gunſt auf mich unbedeutenden Menſchen zu werfen geruht haben.“

„O, mein Herr, deſ Freiheit iſt nicht blos ſehr kuͤhn, ſie iſt.

„Laſſen e uns auf alle Faͤlle uns an meine Gruͤnde halten! Ich fahre alſo fort. Die Urſache zu Ihrem Wunſche, zu Hauſe zu bleiben, koͤnnte endlich