Teil eines Werkes 
19.-21. Bd. (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

48

bettelnd... um was? Er verſtand dies nicht— er war ſich ſehr unklar.

Er entſann ſich blos deutlich, daß er ſie in zwei Tagen wiederſehen ſollte— ſie wollte zu Hauſe bleiben — gleichviel wie— zu Hauſe fuͤr ihn! Sie wollten ſich mit einander raͤchen.

Etwas verwunderte ihn gleichwohl. Und dieſes Et⸗ was war, daß er keine triumphirende Seligkeit, keine wahnſinnige Freude fuͤhlte. Nun war ſie ja ſein, nun liebte ſie ja eben ſo, wie er. 410212G

„Ohne Zweifel,“ murmelte er, piſt es das Ueber⸗ maaß der Wonne, vor welchem das Gefuͤhl verſtummt.“

Armer Thor! 15 1102

Es war nicht das Uebermaaß der Wonne, vor wel⸗ chem das Gefuͤhl verſtummte— es war ein unklarer Begriff von Suͤnde und Elend, was auf alles dies fol⸗ gen wuͤrde. Es war der Blitz eines lichten Gedankens in der Nacht der Leidenſchaft— es war das Andenken an Sylvia, es war das Andenken an Honorine.

Aber gleichviel, was es war, ſo ward es bald un⸗ ter dem Einfluſſe der nichts weniger als nuͤchternen Ge⸗ danken begraben, welche die beabſichtigte Zuſammenkunft fuͤr den Donnerſtag von Neuem hervorrief. b

—̈&———— l

—

———