Teil eines Werkes 
19.-21. Bd. (1851)
Entstehung
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ſchrieb er die ſeinigen, hier traͤumte er gluͤhende Traͤume, in welchen unbeſtimmte Hoffnungen ſich in entzuͤckende Wirklichkeit verwandelten; hier ward er dann und wann vom Fieber der Reue geſchuͤttelt und hier ward er end⸗ lich immer reifer fuͤr die wahnſinnige Leidenſchaft, welche ſeinen Verſtand umſchleierte 5 Arnien

Es war ungefaͤhr um Mitternacht. Philipp war ſo eben aus dem Fegefeuer nach Hauſe gekommen, in welchem wir ihn geſehen haben.

Bleich, entſtellt, mit einigen kalten Schweißtropfen am Rande der Stirn, ſetzte er ſich jetzt auf eine alte Kiſte unter dem kleinen Fenſter ſeines Kaͤfigs— denn ein Zimmer war es kaum zu nennen.

Der Silberſchein des Mondes fiel auf die Stein⸗ haufen, unter welchen hier und da ein Grasſtreifen her⸗ vorlugte. 4 Philipp laͤchelte bitter uͤber dieſe kleinen, gruͤnen Flecken; es ſchien ihm, als ob dieſelben eine Schmaͤhung, eine Parodie alles Schoͤnen waͤren. Was hatten denn dieſe hier zu thun unter dieſen nackten, finſtern Klippen, unter dieſer Duͤrftigkeit und Armuth?

Sdie glichen jenen kleinen Lichtpunkten ſeines eige⸗ nen Lebens... Was hatte Honorinens Andenken, was

hatten die reinen Bilder des Umganges mit ihr ſich in das nackte, ſtuͤrmiſche und leidenſchaftliche Elend zu mi⸗ ſchen, welches ſein eigentliches Leben ausmachte?