Teil eines Werkes 
19.-21. Bd. (1851)
Entstehung
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„Nein, nein, liebe Herrin; aber waͤhrend ich nach der rechten Seite ſah, wie Sie mir befahlen, kam er von der linken und nun iſt er da.“

„Laß mich geradezu hinausgehen!“ rief Philipp indem er Hut und Mantel aufraffte.„Ich bin nichts, als ein armer Wahnſinniger, der ſein Kind beſucht hat.“

„Und morgen waͤre ich ſowohl, als dieſes Kind fort... Unmoͤglich, unmoͤglich— bleibe hier, bis Du hoͤrſt, daß Du fortgehen kannſt— es wird nicht lange dauern.“

Und nun eilte ſie ſelbſt mit Gunnel in das aͤußere Zimmer.

Hier ſagte ſie zu ihrer entſetzten Dienerin:

„In demſelben Augenblick, wo der Kammerrath die Thuͤr oͤffnet, gehſt Du hinaus, Und keine Dumm⸗ heit, kein Wort, keine Miene!“

Nach dieſen Worten hatte Lilia eben ein paar Fenſter aufgeriſſen und aus einem Flaͤſchchen, welches ſie

aus einem Schubfache herausnahm, einige Tropfen auf ihr Taſchentuch gegoſſen, als der Kammerrath eintrat, worauf dann Gunnel, die in dieſem Punkte ſehr gern gehorchte, ſich hinausſchlich.

„Lieber Walfried,“ rief die junge Frau ihrem Manne ganz unbefangen entgegen,„Du wirſt auch halb erſticken muͤſſen, wie ich, wenn Du nicht die Thuͤr offen laͤſſeſt. Die zwei innern Zimmer ſind ſo ganz und gar voll Moſchusgeruch, daß ich, obſchon ich die Fenſtey

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