Teil eines Werkes 
16.-18. Bd. (1850)
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Wenn mir ſo etwas geſchehen waͤre, die ich wegen meines Leichtſinns eine große Strafe verdient habe, ſo waͤre es nicht mehr als gerecht geweſen. Aber Ho⸗ norine, die ſo edel, ſo rein, ſo ſtark iſt, die ſtets ihr Herz ungeruͤhrt erhalten hat, daß ſie gerade davon getroffen werden mußte... o Arnold, iſt denn dieſer Menſch ganz wahnſinnig? Einmal ſeinen Blick zu Honorinen zu erheben und ihn dann wieder herabzu⸗ ſenken auf..

Wir wollen im Voraus nicht allzuſtreng ur⸗ theilen! Dieſes Verhaͤltniß iſt ſo zart, daß man kaum nach einer Seite hin wagen kann, es zu erforſchen. Philipp hat eine ſo gluͤhende Natur, er ſpricht von ſeiner Freundſchaft mit Enthuſiasmus und wenn er die Feder in die Hand nimmt... Ja, ja, es iſt moͤg⸗ lich, daß irgend ein Mißver... 5

Ach, ich bitte, kein Wort mehr! ſagte Adele zornigerroͤthend.Kannſt Du glauben, daß Hono⸗ rine zwei ſolche Sprachen nicht von einander zu unter⸗ ſcheiden wuͤßte?.

Ich wage nicht laͤnger, ihn gegen Dein ſtrenges Urtheil zu vertheidigen;z aber ich wage denn ich kenne ihn mir eine Milderung ſeiner Schuld zu denken... aber ach, meine Adele, meine einzig Ge⸗ liebte, wie gut iſt doch Gott gegen uns! Waͤhrend Sturm und Leiden diejenigen heimſuchen, die uns theuer ſind, ſteht unſer Gluͤck in der ſchoͤnſten Bluͤthe..