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fache Beſtaͤtigung deſſen gab, was ſie niemals zu leſen muͤde ward, deſſen, was mehr als alle Medizin, mehr, als die unermuͤdliche Pflege, die ſie genoß, zur Be⸗ ſchleunigung ihrer Geneſung beitrug.
Waͤhrend aber Arnold, deſſen Urlaubszeit nun bald abgelaufen war, gluͤckſelig und aufmerkſam an dem Ru⸗ hebett ſeiner geliebten Patientin ſaß, in der doppelten Eigenſchaft als Arzt und Freund— weiter hatte er ſich noch nicht gewagt— waͤhrend alles deſſen ſchlich ſich Honorine oft von ihnen fort; aber wie innig auch Adele ihre Freundin, ihre zaͤrtliche Waͤrterin liebte, wie ſehr auch Arnold, als Arzt, Honorinens Verſtand und Kaltbluͤtigkeit bewunderte und uͤbrigens ihre Geſellſchaft ſchaͤtzte, ſo beklagte ſich gleichwohl keins von Beiden, als ſie ſie, waͤhrend der letzten Tage, immer oͤfter und laͤn⸗ ger ſich ſelbſt uͤberließ.
Noch weniger bemerkten dieſe beide Gluͤcklichen— die Kranke und der Arzt— daß eine heimliche Unruhe, etwas fuͤr Honorinens klares und friedliches Weſen ganz Fremdes, ſie unaufhoͤrlich heraus und herein, von dem Einen zum Andern trieb, in ſo aufgeregter Thaͤtigkeit, daß dieſelbe nicht natuͤrlich war; denn nicht einmal des Nachts lag ſie in ihrem Bett ſtill und ruhete— dies konnten aber Jene freilich nicht wiſſen.
Wem wuͤrde es auch uͤbrigens eingefallen ſein, zu glauben, daß Honorine an einer geheimen Qual litt. . 11*


