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„Großer Gott, da machſt Du ihm die Operation doppelt ſchwer... Zum Gluͤck wird er nicht zugeben, daß Dein Wille gelte.“
„Dann wird auch nichts daraus— ich muß frei ſein.“
„Oder wenn Du unter der nervoͤſen Kriſis, der Du unterworfen biſt, eine Bewegung machſt— willſt Du es auf Deinem Gewiſſen haben, nicht blos an einem Mißgluͤcken Schuld zu ſein, ſondern auch daran, daß der, den Du liebſt, den Ruf ſeiner Geſchicklichkeit verliert, wie?“
„Es iſt nicht gefaͤhrlich. Ich weiß, daß ich, wenn ich mich auch von allen Qualen des Koͤrpers und der Seele zerriſſen fuͤhlte, doch kein Glied zucken werde.“
„Laß uns von dieſem Gegenſtande abbrechen!“ ſagte Honorine. Bei ſich ſelbſt dachte ſie daruͤber nach, ob ſie nicht dem Doctor einen Wink geben ſollte
Waͤhrend der folgenden Stunden ward jedes Ge⸗ ſpraͤch durch die Ruͤckkehr des Uebels unmoͤglich, uͤber welches Arnolds Brief keine Macht beſaß.
Aber ſpaͤter, am Abend, als wieder ein Augen⸗ blick der Linderung eingetreten war, beruͤhrte Honorine ein Thema, uͤber welches ſie ein unausſprechliches Be⸗ duͤrfniß zu ſprechen fuͤhlte. Dieſes Thema betraf die Perſon, welche ſo lange Philipp beherrſcht, aber deren Macht jetzt ihrem Ende entgegenzugehen ſchien.


