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nur zwiſchen uns und Gott... ich moͤchte um keinen Preis, daß Arnold mich ſchwach und zitternd ſaͤhe.“
„Aber verſuche nicht, ihn durch eine erkuͤnſtelte Staͤrke zu taͤuſchen— wenn dieſe Dich verließe, wenn Du ihrer am meiſten bedarfſt, waͤre es um ſo ſchlimmer.“
„O nein— aus allen meinen Kraͤften will ich um Muth beten, damit ich dieſen ſchwachen zitternden Koͤrper beherrſchen kann. Ich habe ihn glauben laſſen, daß ich ſtandhaft bin, daß ich heldenmuͤthig bin und ich will, daß er es glauben ſoll, ja, lieber will ich mich erwuͤrgen, als daß meine Lippen das Entſetzen ausſpre⸗ chen ſollten, welches in meiner Seele wohnt.“
Honorine ſchuͤttelte den Kopf. Sie begriff nun ganz wohl, daß Adele liebte, daß ein Ungluͤck daraus entſtehen könnte, wenn der Doctor ſeine Patientin mit einer Staͤrke und Nervenfeſtigkeit ausgeruͤſtet glaubte, die im Grunde nur erkuͤnſtelt waͤre.
„Ich hoffe,“ ſagte ſie ernſt,„daß Du nicht die Thorheit begehſt, Dich zu weigern, wenn der Doctor — was er ſicher thut— vorſchlaͤgt, daß Du etwas einnehmen ſollſt, was Dir das Bewußtſein raubt.“
„O ja, das werde ich beſtimmt verweigern! Ich will nicht ohne Bewußtſein ſterben; ich will Arnolds Angeſicht waͤhrend der ganzen Zeit betrachten— er wird dann und wann einen Blick auf mich werfen und dieſer ſoll meine Staͤrke ſein.“


