Teil eines Werkes 
16.-18. Bd. (1850)
Einzelbild herunterladen

eine nach⸗ aus⸗ und

danke hatte ſeine terge⸗ tuͤckes

noch e ihre auch,

dafern

41

Sie war viel zu ſehr Weib, um nicht einzuſehen, daß ihre Stellung, als bloße Gutsbeſitzerin und Nach⸗ barin, unzureichend ſei. Von einem docirenden Frauen⸗ zimmer mit ſteifen Manieren und langen Reden haͤtte man ſich ganz gewiß zuruͤckgezogen, aber eine junge, an⸗ ziehende, reizende Wirthin dagegen... Honorine ſchloß dieſe Alleingeſpraͤche mit einem leichten Kopfnicken, in welchem ein unſchuldiger undliebenswuͤrdiger Triumphlag.

Waͤhrend des Gehens hatte ſich eine friſche Roͤthe uͤber ihre Wangen gebreitet, welche ſonſt, ſeit der Zeit ihres Witwenſtandes, nur eine feinere Blaͤſſe gezeigt hatten.

Es waͤre nicht der Wahrheit gemaͤß, wenn wir behaupten wollten, Honorine habe ihren Mann geradezu untroͤſtlich betrauert— dazu waren die Gefuͤhle, die dieſes Paar vereinigt, viel zu ruhig geweſen— aber ſie hatte dieſen Gatten herzlich lieb gehabt. Sie hatte ihn innig hochgeachtet, ſie hatte gefuͤhlt, daß ſie in ihm einen feſten Schutz beſaß und endlich war ſie ihm unentbehrlich geweſen— ſie hatte ſeine hoͤchſte Freude ausgemacht.

Nach ſeinem Tode ward ihr Herz fuͤr die einzel⸗ nen Freunde nicht kaͤlterz aber wir haben ſchon geſagt, daß in Bezug auf Philipp ein gewiſſer Inſtinkt ſie leitete. Dieſer Inſtinkt war jedoch ſo unklar, daß ſie blos das Beduͤrfniß empfand, nunmehr hinſichtlich ihrer fruͤhern Vertraulichkeir eine Grenze zu ziehen. So