Teil eines Werkes 
16.-18. Bd. (1850)
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Halfte entſchieden! Und die Oberſtlieutenantin mit ihren Bauwerken, ihrem Feldmeſſen und ihrer großen Oeko⸗ nomie wird jetzt Tjuſtorp nicht verlaſſen... o nein, mein Freund, dieſe Idee mußt Du aufgeben.“

„Das waͤre freilich ſchlimm— ich hatte mir ſchon die Schlafkammer meiner Braut ausgedacht— das kleine, blaue Zimmer uͤber dem Muſeum. Sie koͤnnte mich da auch waͤhrend der Nacht hoͤren. Denn wenn ich auch keine Serenade anſtellen kann, ſo kann ich doch wenigſtens Laͤmm machen und wenn ich— verſteht ſich unverſehens— ein Gemaͤlde, einen Stein oder ſo etwas Aehnliches auf den Boden fallen ließe, ſo koͤnnte ſie eben mit dem Schuͤreiſen auf den Boden pochen, zum Zeichen, daß ich mich ruhig verhalten ſollte... und das ware doch eine Art Converſation bis der Morgen kaͤme.“

„Das iſt ſo ſinnreich, mein lieber Dick, daß ich wirklich glaube, Du biſt verliebt, wie ein ganzer Narrl“

„Zum Teufel!“ ſchrie Dick ploͤtzlich.„Ich glaube, ich habe den Brief zu Hauſe gelaſſen.“

„Den Brief— was fuͤr einen Brief?“

„Nun, einen Brief von Frau Adele.“

„Haſt Du,“— Arnold fuhr heftig vom Sopha auf, worauf er ganz gemaͤchlich lag und ſeine Cigarre rauchte—„haſt Du Briefe von ihr erhalten?“

Dick begann in allen Taſchen zu ſuchen.

Ein Gerücht. VI. 3