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Unruhe, dieſes ewige Bemuͤhen, die unertraͤgliche Leere auszufuͤllen, in welcher das Herz weder Raſt noch Ruhe hat, alles dies macht daſſelbe Herz zu einer leicht uͤber⸗ wundenen Beute, beſonders wenn es— wie dies un⸗ gluͤcklicherweiſe mit unſerm Helden der Fall war— von einer gluͤhenden Phantaſie unterſtuͤtzt wird, welche in der Stille der zuruͤckkehrenden Ruhe verkuͤmmert.
Noch glaubte Philipp nicht, daß ſein hochſchwaͤr⸗ mendes Gefuͤhl fuͤr Honorinen im Begriff war, in ein heftigeres uͤberzugehen.
Honorine wußte es eben ſo wenig.
Aber von ihrem feinen weiblichen Inſtinkt geleitet, hatte ſie ſich in die ernſten Schranken des Witwen⸗ ſtandes zuruͤckgezogen. Dieſe Schranken hatten gleich⸗ wohl— was Schranken oft bewirken— ein andauern⸗ des Bemuͤhen hervorgerufen, ſie wegzuſchaffen und Alles auf ſeinen alten Fuß, das heißt, auf einen ganz neuen, herzuſtellen.
Honorinens Brief machte Philipp gleichzeitig gluͤck⸗ lich und mißmuthig.
Er war mißvergnuͤgt, ohne recht genau zu wiſſen, weshalbz aber eine Freude empfand er deutlich und wußte auch eine deutliche Urſache dazu— Baron Siy⸗ tens Abreiſe.
Es iſt haͤßlich, eiferſuͤchtig zu ſein. Nicht einmal der Oberſtlieutenant war es geweſen. Aber wenn Philipp
bei ſie „Das ruhig ſeiner
ſuchen War


