Teil eines Werkes 
16.-18. Bd. (1850)
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Es enthaͤlt meinen tiefen und warmen Dank dafuͤr, daß Sie Ihr Verſprechen ſo vollkommen erfuͤllt haben.

„Dieſer Brief, der mir das Beduͤrfniß ihres edlen Herzens zeigt, fuͤr alle Geſchoͤpfe Gottes zu leben, hat mich uͤberzeugt, daß ich ein eingebildeter Narr war, als ich glaubte, daß Sie eine beſondere Freundſchaft fuͤr mich hegten.

„Ich habe mit der tiefſten Reue an meinen eeſten Brief gedacht.

„O, verzeihen Sie, verzeihen Sie, wenn derſelbe eine unpaſſende Heftigkeit verrieth! Aber es giebt Taͤu⸗ ſchungen, von welchen man ſich nicht ohne Schmerz trennt.

„Ja, ich will Ihr Unterintendant werden, ich will, wenn Sie befehlen, Ihr Vicewirth ſein, wenn Sie ein Gaſtmahl geben, um durch die Macht Ihrer Gefall⸗ ſucht— Ihrer Gefallſucht— dieſe muß unwiderſteh⸗ lich ſein— alle dieſe trefflichen Landjunker in Ihr Netz zu locken, welche, wie unbeugſam ſie auch bei Ab⸗ ſtimmung in Gemeindeſachen ſein koͤnnen, doch dann ganz gewiß die Flagge ſtreichen werden.

„Was, gnaͤdige Frau— Sie bemerkten, daß auch ich in der letzten Zeit veraͤndert war! Aber Sie bemerk⸗ ten nicht, daß dies nur der Widerſchein Ihrer eigenen Veraͤnderung war.

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