Teil eines Werkes 
13.-15. Bd. (1850)
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ine„Da ich eine ſo hohe Denkungsweiſe nicht mit icht Worten beantworten kann, ſo wiederhole ich blos, daß lede meine Wohnung— eine, Gott ſei Dank! ſchoͤn gele⸗

gene und in gutem Stand befindliche Wohnung— be⸗ mir„ reit iſt, ſobald die Herrſcherin es befiehlt, zu der bevor⸗

zu ſtehenden Feſtlichkeit ſich ſchmuͤcken zu laſſen.“ wo„Zu welcher Feſtlichkeit denn?“ nen„Nun, will die junge Braut nicht an dieſem

Tage Jugend und Blumen ſehen, Muſik und Tanz keit, haben?“

die„Bewahre mich Gott,“ rief Lilia mit meiſter⸗ bro⸗ haftem Entſetzen,„haſt Du, beſter Freund, mich ſo rſche mißverſtehen koͤnnen! Ich ſprach blos von einer oder nie⸗ der andern unſchuldigen Zerſtreuung bei irgend einer blos kuͤnftigen Gelegenheit; aber niemals hat ein ſo ungött⸗

licher Gedanke meine Seele beruͤhrt, ein ſolches Feſt Ver⸗ durch dergleichen irdiſche Vergnuͤgungen zu feiern.“ Ord⸗„Und ich, wie dankbar bin ich fuͤr dieſes gluͤckliche

Mißverſtaͤndniß, welches meinerſeits mir Gelegenheit Be⸗ giebt, Dir zu beweiſen, in wie hohem Grade mein dieſe Wille dem Deinen unterthaͤnig war.“ 4„Wie?“

„Iſt es nicht natuͤrlich, daß ein Mann von mei⸗

Thraͤ⸗ nem Charakter und von meinen Lebensgewohnheiten ein urfte. ſo ſchoͤnes Feſt am liebſten in der Stille feiert! Aber u ge⸗ da ich Dir mit meinem Vorſchlage eine Freude zu ma⸗

chen hoffte, ſo...“ Ein Gerücht. Vv. 12