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„Das verbietet mir der gute Ton, zu ſagen.“
„Ich erlaube es Ihnen.“
„Nun wohl, wenn Sie es einmal hoͤren wollen... ich glaube, daß Sie eine arme Naͤrrin ſind, welche Mit⸗ leiden verdient; aber daß diejenigen, welche Sie zu dem gemacht, was Sie ſind, verdient haͤtten, die Schmerzen zu leiden, die Ihnen beſchieden ſind und welche Sie lieber ertragen zu wollen ſcheinen, anſtatt dieſen Ver⸗ gnuͤgungen, an die Sie ſich gewoͤhnt haben, ein Ende zu machen und einige roſenfarbene Tage Ihres glaͤn⸗ zenden Lebens zu opfern.“
Ohne ein Wort zu ſagen, riß Adele die Roſen⸗ knospen aus ihren Locken und warf ſie weit von ſich fort auf den Boden.
Arnold hatte geſiegt.
Aber dieſer Sieg war nicht angenehm, denn Adele fuͤhlte ſich durch ſeine Schroffheit bitter gekraͤnkt.
Die zornigen Blitze, welche ihre Augen ſchleuder⸗ ten, die weiße, leicht gerunzelte Stirn, der ſpöͤttiſch gekrummte Mund verliehen inzwiſchen dieſer ſtolzen Juno eine neue Schoͤnheit.
Arnold konnte ſeinem Herzen nicht verbieten, ſchnel⸗ ler zu klopfen und eben ſo wenig konnte er umhin, mit einem bittenden Blicke zu ihr zu ſagen:
„Nun bin ich an der Reihe, zu fragen: Sind Sie boͤſe auf mich?“
„Ja, Doctor, ja, ich bin boͤſe auf Sie,“ ſagte
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