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„Doctor, Doctor!“
„Ich reiſe Tag und Nacht, ich ſetze vielleicht dringende Pflichten bei Seite, um der Perſon zu die⸗ nen, die mich gerufen; wenn ich aber finde, daß meine Patientin den Glanz eines Balles, den fluͤchtigen Rauſch des Tanzes, der Beſprechung vorzieht, die eine Folge des Beſuchs, den ſie begehrt, ſein ſollte, dann— wenn ich endlich finde, daß dieſe Patientin ſelbſt den Schmerz unterdruͤckt, um in Geſellſchaft zu glaͤnzen — dann kehre ich um, aber ich thue es mit Kummer, denn ich ſchaͤtzte meine Patientin ſehr hoch.“
„Wie grauſam Sie ſind, Doctor! Ich verſichere Ihnen, daß der Verdruß, den Sie jetzt in mir erwecken, mir weher thut, als alle meine eigenen Thorheiten zu⸗ ſammengenommen.“
„»Nun, dann wird mir wenigſtens mein Gewiſſen nicht den Vorwurf machen koͤnnen, Sie ſchlimmer ge⸗ macht zu haben. Ich entferne mich.“
„Aber Sie kommen morgen wieder— nicht wahr?“
„Weder morgen, noch jemals.“
„Nein, das iſt unertraͤglich— ſollen wir uns
denn wieder ſo trennen, wie da, als wir uns des Abends bei Madame Suͤden trafen?“
„Wie trennten wir uns denn da?“
„Wiſſen Sie es denn nicht mehr?“
„Ach ja, jetzt entſinne ich mich— Sie ſagten⸗


