Teil eines Werkes 
13.-15. Bd. (1850)
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genen Jalouſien ſich dann und wann weit genug oͤffne⸗ ten, um einen Blick hindurchzulaſſen.

Es verlohnt ſich nicht der Muͤhe, daß wir uͤber dieſen Punkt mit Frau Adele zu disputiren ſuchen. Sie iſt ſo ſtark in ihrem Glauben, daß es beinahe wahr⸗ ſcheinlich iſt, daß ſie Nachrichten durch einen vertrauten Geiſt erhielt, der zwiſchen den beiden weiblichen Sonnen mit ſeinen Rapporten hin und hereilte.

Doch dem ſei, wie ihm wolle, unſere Witwe hatte ſich vorgenommen, heute Abend alle ihre Vortheile wie⸗ der zu gewinnen.

Sie war auch in der That blendend!

Ueber einem Unterkleid von weißem Taffet trug ſie ein zweites von geſticktem Tuͤll, aus lauter luftigen Falbeln, eine uͤber der andern, zuſammengeſetzt, von denen jede an der Seite mit einer hellrothen Roſen⸗ knospe befeſtigt war, gleich denen, welche das Diadem um die reichen, geſchmackvoll geordneten Haarflechten bildeten.

Ihr ſchlanker Leib, der niemals eine Feſſel haͤtte kennen ſollen und auch deren nicht bedurfte, um die ſchoͤne Rundung ihres Wuchſes zu zeigen, neigte ſich geſchmeidig unter den leichten Bewegungen, die ſie nach allen Seiten hin machte.

Und gewiß war ſie vergnuͤgt, denn ſie laͤchelte ihr Bild, das ſo zauberiſch im Blumenſchmucke ſie an⸗ ſchauete, an, waͤhrend ſie dann und wann an ein großes